Von Punkt und Wolken

Die Digitalisierung eröffnet in der Denkmalpflege neue Möglichkeiten für die Erfassung, Planung und Dokumentation einer nachhaltigen Entwicklung historischer Bausubstanz. Neue Technologien ermöglichen präzisere Erfassung, effizientere Planung und umfassendere Dokumentation historischer Bausubstanz. Um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten, brachte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Denkmalschutzbehörden zusammen.

Die Veranstaltung diente dem Austausch über den aktuellen Stand digitaler Werkzeuge und Plattformen im denkmalgeschützten Gebäudebestand. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Strategien gemeinsam weiterentwickelt werden können, um den spezifischen Anforderungen der Denkmalpflege gerecht zu werden.

Zentrale Themen waren die Chancen und Grenzen digitaler Erfassungs- und Planungsinstrumente: Wie können diese bewährte Dokumentationsmethoden sinnvoll ergänzen? An welchem Punkt wird digitale Erfassung vom reinen Dokumentationswerkzeug zum aktiven Planungsinstrument? Die Diskussion widmete sich auch den notwendigen Schnittstellen zwischen verschiedenen Softwarelösungen sowie den erforderlichen Kompetenzen und Ressourcen für den gewinnbringenden Einsatz digitaler Technologien.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf möglichen Kooperationsmodellen zwischen Denkmalschutz, Wissenschaft und Wirtschaft – von gemeinsamen Workflows über Speicherlösungen bis hin zu effizienten Datentransferprozessen.

Welche Chancen ermöglichen digitale Erfassungs- und Planungsinstrumente und wo stoßen sie an ihre Grenzen?

An welchem Punkt entwickelt sich die digitale Erfassung von einer reinen Dokumentation zu einem aktiven Planungswerkzeug? Welche Schnittstellen sind dafür notwendig?

Plakat Meet and Greet
Plakat Meet and Greet

Im Workshop wurde deutlich, dass in der Denkmalpflege bereits verschiedene digitale Werkzeuge entlang des gesamten Arbeitsprozesses eingesetzt werden können – von der Bestandserfassung über die Planung bis zur Dokumentation. Digitale Tools ermöglichen beispielsweise die systematische Erfassung von Schäden, die strukturierte Dokumentation sowie Abstimmungen in der Planung, etwa mithilfe eines digitalen Zwillings, in dem auch denkmalrelevante Informationen hinterlegt werden können.

Zentrale Diskussionspunkte betrafen den Umgang mit den entstehenden Daten: Wo werden sie gespeichert, wer hat Zugriff und wie kann ihre langfristige Nutzbarkeit gesichert werden, auch bei Software-Updates oder dem Wegfall bestimmter Programme? Themen wie digitale Archivierung, Datenkompatibilität, Schnittstellen und mögliche Abhängigkeiten von Softwareentwicklern spielen dabei eine wichtige Rolle. Als möglicher Ansatz wurde BIM (Building Information Modeling) genannt, das als ganzheitliches und datenkompatibles System vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet, jedoch eine intensive Schulung des Personals erfordert. Daher wurde auch die Rolle von BIM-Managerinnen und -Managern in Behörden diskutiert.

Welche Kompetenzen und Ressourcen werden benötigt, um digitale Technologien gewinnbringend einzusetzen?

Grafische Übersicht
Outcome Meet and Greet

Meet and Greet „Von Punkt und Wolken: Digitale Strategien für die Denkmalpflege"
fand am 15. Mai 2025 im Turm statt.

Teilnehmende:
Dominic Baldemor
Christian Bauriedel
Daniel Boschart
Marissa Conn
Matthäus Eckert
Sven Exenberger
Jürgen Giese
Kornelius Götz
Theresa Haase
Ralf Kilian
Sebastian Krück
Tobias Maile
Anica Mayer
Elke Nagel
Marina Nieberle
Valerie Rehle
Blanca Rodriguez
Judith Sandmeier
Sabrina Sommer
Alexander Stenzer
Peter Zeile

Obacht

Weniger Input, mehr Austausch – kurze Impulse eröffnen mehr Zeit für Diskussion und Ideen.

Nutze die Magie des Ortes – Workshops direkt im denkmalgeschützten Gebäude steigern die Identifikation mit dem Ort und fördern den Praxisbezug

Vor Ort erleben statt nur darüber reden – die Auseinandersetzung mit dem Objekt macht abstrakte Ideen greifbar und konkret